Der ideale Gartenboden

24. August 2014 von Redaktion - Keine Kommentare

GartenerdePflanzen benötigen als Grundlage für ein gesundes Wachstum einen gut durchlüfteten, fruchtbaren Boden. Er bietet den Wurzeln Halt, versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen und dient ihnen zusätzlich als Luft- und Wasserspeicher. Der ideale Gartenboden besteht aus einer ausgewogenen Mischung mineralischer und organischer Bestandteilen und lässt sich leicht bearbeiten. Neben der aktiven Bearbeitung des Bodens z.B. Hacken, Grubbern tragen zu einer Bodenverbesserung die Humusanreicherung und in einem ganz entscheidenen Maße die Kalkung des Bodens bei.

Der Allrounder – Kalk

Denn Kalk bewirkt eine bessere Bodendurchlüftung, was wiederum eine bessere Umsetzung der im Boden befindlichen Stoffe ermnöglicht. Kalk ist die Voraussetzung für einige Bodenbewohner, den in der Luft enthaltenen Stickstoff mit Hilfe der Pflanzen in den Boden zu holen. Andere Kleinstlebewesen vermehren sich in einem kalkhaltigen Boden leichter und verbessern somit die Humusversorgung.

In einer Handvoll Gartenerde befinden sich mehr als 4 Milliarden Lebewesen !

Ihr Dasein erhält die Bodenfruchtbarkeit, denn sie bewirken die Humusbildung. Grundvoraussetzung für ein reges Bodenleben ist die Versorgung des Bodens mit ausreichend organischem Material, welches die Kleinstlebewesen zerkleinern und zersetzen können. Der so entstehende Humus füllt die Nährstoffreserven des Bodens auf, vermag Wasser zu speichern und sorgt für die notwendige Auflockerung des Bodens.

Die richtige Bearbeitung des Gartenbodens

Ein gesunder Gartenboden gleicht einem wahren Mikrokosmos. Jede Schicht hat ihre ganz bestimmten Kleinlebewesen, Einzeller, Algen, Pilze und Insekten und diese Ordnung wird komplett durcheinander gewirbelt wenn der Boden z.B. mit einem Spaten umgegraben wird.  Ein Tipp daher: Graben Sie bereits bestehende Beete nicht komplett um. somdern sorgen Sie nur für eine leichte Durchlüftung. Denn Lüften ist besser als Wenden !

Den aufgebrochenen Boden lassen Sie dann liegen und ganz einfach die Natur für sich arbeiten. Regenwasser kann sich nun in den tieferen Bodenschichten sammeln. Der Winterfrost sprengt das gefrorene Wasser und somit die Erdklumpen auf. Dabei entsteht ein ganz feiner, krümeliger Boden. Diesen Prozess nennt man Frostgare.

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