Gartentipps für September

23. September 2014 von Redaktion - Keine Kommentare

rote Äpfel am BaumJede Jahreszeit hat so ihre Reize – so auch der Spätsommer und Frühherbst. Jetzt kann man den Garten bei moderaten Temperaturen viel unbeschwerter genießen. Aber die Arbeit des Gärtners ist noch nicht vorbei. Während die Ernte noch im vollen Gange ist, erfordert das nächste Frühjahr bereits Planung. Das neue Gartenjahr beginnt also eigentlich im Herbst.

Der September beschert uns prall gefüllte Erntekörbe

Im Gemüsebeet fährt man jetzt den Lohn der Arbeit ein in Form von Möhren, Zucchini, Lauch, Kohl, Zwiebeln, Mais und natürlich Kartoffeln. Richtig eingekellert bleiben sie lange schmackhaft. Kartoffeln lagern Sie am besten in Jutesäcken, Licht verursacht nämlich grüne Stellen.

Im Obstgarten heißt es, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte von Äpfeln und Birnen abzupassen. Damit es nichts an Geschmack einbüßt, darf das Obst weder zu früh noch zu spät abgenommen werden. Man nennt diese Phase Pflück- oder Baumreife. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie an der sortentypischen Färbung der Schale: grüne Früchte sind hellgrün bis gelb gefärbt, während die anderen im leuchtenden Rot lachen. Sie merken auch am Dreh, ob das Obst, das Sie pflücken möchten, baumreif ist. Dann lässt es sich nämlich leicht vom Zweig lösen und leistet keinen Widerstand. Die Kelchgrube sollte weit und tief geformt sein. Bei Birnen muss man besonders vorsichtig sein, um die bereits vorhandenen Blütenansätze für das kommende Jahr nicht zu verletzen. Birnen sind sehr empfindlich, was Druckstellen anbelangt, also bitte nicht einfach abschütteln oder abreißen. Sollte das Obst bereits vom Baum gefallen sein eigenet sich der Roll Blitz Sammler zum Auflesen. Lassen Sie das Obst nach der Ernte an einem kühlen Ort abtrocknen. Anhaftende Erde können Sie abbürsten, keinesfalls sollten Sie die Früchte waschen. Anschließend werden die Äpfel und Birnen in einer Holzkiste einlagig verteilt ohne, dass sie sich berühren. Der Lagerraum sollte stets gut gelüftet werden.

Ein sauberer Schnitt

Der September eignet sich ideal, um der Hecke klare Konturen zu geben. Bei kleinen Hecken kann man die Arbeit mit einer Handschere erledigen. Größere Hecken erfordern meist den Einsatz von motorbetriebenen Geräten.

Etwas Farbe für den Winter

Auch im tiefsten Winter kann man etwas Farbe in den Garten zaubern. Jetzt gepflanzte Heidekrautgewächse sind beständig und meistens auch winterfest. Rot, violett, goldgelb, silbergrau…die Vielzahl von Farben macht die Auswahl nicht leicht. Die beliebte winterblühende Heide Erica carnea eignet sich besonders. Frühherbst ist neben dem Frühjahr eine günstige Zeit zum Einpflanzen.

Planung für den Frühjahrsgarten

Als Frühjahrsplaner müssen Sie nun entscheiden, welche Pflanze in wenigen Monaten an welcher Stelle blühen soll. Eine Skizze des Gartens kann hier hilfreich sein. Bedenken Sie bei der Planung, dass die Pflanzen unterschiedliche Blütezeiten haben. Es gibt einige klassische Frühjahrsblüher, auf die man nicht verzichten sollte. Hierzu gehören zum Beispiel die Tulpen. Setzen Sie die Zwiebeln in den Rasen oder Steingarten. Auch in Rabatten, Beeten oder im Kübel machen sie eine gute Figur. Weiterhin gehören Hyazinthen zur ersten Wahl, sie sollten immer zu mehreren gepflanzt werden. Die Narzissen eigenen sich, ebenso wie Krokusse, Schneeglöckchen und Anemonen zum verwildern im Rasen. Beim Kauf von Blumenzwiebeln können Sie von der Faustregel ausgehen: je Größer die Knolle desto mehr Blüte. Achten Sie darauf, dass die Zwiebel eine glatte Haut hat und sich prall und fest anfühlt. Nach dem Kauf sollten die Zwiebeln rasch in die Erde gesetzt werden, bevor der Bodenfrost einsetzt. Im September muss man sich vor ihm aber meistens noch nicht fürchten.

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